Den neuen Smoker richtig einbrennen

Diese Anleitung soll euch einen Überblick darüber verschaffen, wie ihr euren Smoker richtig einbrennen könnt. Smoker Grills bestehen in den allermeisten Fällen aus Stahl, der entweder mit einer Pulverbeschichtung oder mit hitzebeständigem Lack überzogen ist. Die Oberfläche dieser Beschichtungen kann als rau oder offenporig beschrieben werden. Bevor der Smoker regelmäßig genutzt wird, sollte diese raue Oberfläche durch das sogenannte „Einbrennen“ versiegelt werden. Dabei zieht sich im Inneren eine schwarz schimmernde Schutzschicht aus Ruß über das Material. Durch ein erstes langsames Anheizen zieht auch der auf dem Gehäuse außen aufgetragene Lack richtig ein und macht den Smoker witterungsresistent.

Smoker richtig einbrennen durch folgende Schritte

  1. Kohleroste der Brenn- und Garkammer komplett mit Holzkohle bedecken. Dafür sind je nach Größe des Smokers ein bis zwei gefüllte Anzündkamine nötig.
  2. Die Temperatur auf ca. 120°C regulieren. Die Deckel beider Kammern sollten ein Stück offen stehen, damit die Temperatur nicht zu stark ansteigt.
  3. Bei stark steigender Temperatur die Luftzufuhrklappe schließen. Die 200°C-Marke sollte auf keinen Fall überstiegen werden.
  4. Nach 1-2 Stunden den Innenraum und die Grillroste mit etwas Sonneblumen-Öl oder Leinölfirnis einreiben. Am besten verwendet ihr hierfür einfaches Küchenpapier oder ein fusselfreies Tuch.
  5. Etwas Kohle nachlegen und für weitere 1-2 Stunden auf 120-140°C regulieren.
  6. Nach 3-4 Stunden kann die Glut langsam dem Ende zugehen.
  7. Anschließen den Smoker auch von außen noch mit ein wenig Sonneblumen-Öl oder Leinölfirnis einreiben.
  8. Innen sollte eine schwarz schimmernde Rußschicht sichtbar sein.

Das „Einbrennen“ wird oft vernachlässigt oder nicht ganz ernst genommen, doch mit diesem Prozess verlängert ihr die Lebensdauer eures Smoker Grills enorm. Bemerkt ihr, dass sich die schwarz schimmernde Schutzschicht verringert, so solltet ihr den Vorgang wiederholen. Ein Mal pro Jahr ist hierbei das absolute Minimum. Ihr verhindert somit die Rostbildung und habt dadurch sehr viel länger Spaß an eurem Sportgerät.

Tipp: Drei bis vier Mal pro Jahr könnt ihr euren Smoker sowohl von innen als auch von außen mit etwas Sonnenblumen- oder Leinöl einreiben um die kräftige Schutzschicht zu erhalten.

Tipp: Ihr solltet generell auf chemische Anzünder verzichten, denn bei Temperaturen von 120-140°C verbrennen diese oft nicht komplett und können den Geschmack eures Grillguts negativ beeinflussen. Beim „Einbrennen“ erscheint dies noch nicht wichtig, aber auch hier können umweltfreundliche Anzünder nicht schaden.

Nun ist euer Smoker bereit und der erste Einsatz lässt mit Sicherheit nicht lange auf sich warten. Auf der Suche nach hochwertigem Fleisch war die Auswahl im Umkreis meines Wohnorts eher begrenzt. Daher habe ich mehrere Online-Angebote genutzt und besonders „Click and Grill“ von Metzgermeister Lindner hat mich überzeugt. Von Schweinenacken, über Ribs bis hin zu hochwertigen Steaks, hier bekommt ihr alles was das BBQ-Herz begehrt 🙂

3 Kommentare zu “Den neuen Smoker richtig einbrennen

  1. Hallo, ich habe heute vor dem 1. Einbrennen den Smoker schon eingeölt. Er ist noch nicht eingebrannt. Schadet das was?
    Der Tipp war auf einer anderen Website zu finden…
    Danke für Eure Antwort. Grüße Peter

    1. Hallo Peter,
      direkt schaden wird es mit Sicherheit nicht. Persönlich kenne ich es eher andersherum. Also erst einbrennen und im heißen Zustand mit Öl einreiben. Ab und zu kann das Ganze wiederholt werden um eine ordentliche Patina zu bilden. Gruß, Robert

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